Rückblick auf den 111. 3rd Wednesday in der MST Factory Dortmund

KI braucht Struktur

Rund 60 Teilnehmende aus Unternehmen, Start-ups, Forschung und Netzwerk kamen am 18. Februar 2026 zum 3rd Wednesday zusammen – erstmals in der MST Factory Dortmund auf PHOENIX West. Im Mittelpunkt stand die Frage, was Unternehmen 2026 wirklich brauchen, um Künstliche Intelligenz nicht nur „einzuführen“, sondern wirksam, sicher und nachhaltig zu verankern.

Als Gastgeber begrüßte Christoph Gehlen, Leiter der MST Factory Dortmund, die Gäste in einem Umfeld, das zum Thema passt wie kaum ein anderes: Die MST Factory Dortmund ist das Kompetenzzentrum des TZDO für Mikro- und Nanotechnologien. Anschließend stellte Dirk Stürmer, Vorsitzender der Geschäftsführung des TZDO, das TechnologieZentrumDortmund und seine (neuen) Kompetenzzentren vor und ordnete ein, wie das TZDO als Knotenpunkt im regionalen Innovationsökosystem unterstützt.

 

Inhaltlich brachten drei Impulse Struktur in die KI-Debatte:

Thomas Chmielnik (AIVISOR) gab einen Überblick über den KI-Stand und machte klar: Der erste echte Schritt ist oft nicht das Tool, sondern eine KI-Taskforce. Warum? Weil vielen Mitarbeitenden Orientierung fehlt. Was darf man mit KI teilen, was nicht? Welche Regeln gelten? Wo lauern Risiken? Gerade bei Datenschutz und Risikothemen passieren Fehler häufig dann, wenn Prozesse „mal eben“ vereinfacht werden. Eine Taskforce kann deshalb Governance-Regeln definieren, Use Cases identifizieren und priorisieren

Dr.-Ing. Ronny Zwinkau (PartikelART Solutions) zeigte anschließend sehr praxisnah: KI ist kein Selbstzweck. Entscheidend ist der Business Case und der Prozess dahinter. Nur wenn der Prozess wirklich verstanden wird und die KI gezielt trainiert wird, löst sie das richtige Problem bedarfsgerecht. Kurz: Nicht „KI um der KI willen“, sondern KI als Werkzeug für messbaren Nutzen.

Ulrike Fischer (EntwicklungsLust) setzte den Schlusspunkt mit dem KRAFT-Modell – als Kompass für Zusammenarbeit in Veränderungsprozessen. KRAFT steht für Klarheit, Richtung, Authentizität, Führung und Teilhabe. Denn Technologie wirkt nur dann, wenn Teams die Veränderung auch tragen.

Den Abschluss bildete offenes Networking: viele Gespräche, neue Kontakte und konkrete Anknüpfungspunkte. Genau das, wofür der 3rd Wednesday steht.

 

Danke an alle Teilnehmenden und an unsere Sponsoren: Sparkasse Dortmund, Gründerinnenzentrum der Wirtschaftsförderung Dortmund, DOKOM21, Die Techniker (TK) sowie Marx & Marx.

 

Am 15.04. geht es im Biomedizin Zentrum Dortmund weiter, mit der Frage, wie Start-ups Investor:innen überzeugen und was VCs wirklich suchen. Weitere Informationen.

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