112. 3rd Wednesday im BMZ – Wie Start-ups Investor:innen überzeugen

Was VCs sehen wollen: Rückblick auf den 112. 3rd Wednesday im BMZ

Dr. Joanna Stachnik moderiert den Abend

Wie überzeugt man Kapitalgeber so, dass aus einem guten Pitch ein belastbares Funding-Gespräch wird? Genau dieser Frage sind wir beim 112. 3rd Wednesday am 15. April im Biomedizin Zentrum Dortmund (BMZ) nachgegangen.

Als Gastgeberin und Leiterin des Hauses führte Dr. Joanna Stachnik durch den Abend. Zu Beginn gab sie einen kurzen Überblick über das TZDO, das BMZ und das neue Zentrum für integrierte Wirkstoffforschung (ZIW).

Den inhaltlichen Auftakt machte Nico Hemmann (VORNvc) mit einem klaren Blick auf den Investor:innen-Fit: Neben Kapital zählen vor allem Netzwerk, Erfahrung und Zugang. Entscheidend sei, frühzeitig „due-diligence-ready“ zu sein und sehr bewusst zu prüfen, welcher Kapitalgeber wirklich zum eigenen Vorhaben passt.

Im Panel v.l.n.r. Nico Hemmann, Dr. Matthias Stein-Gerlach und Michael Hamacher

Wie sich diese Anforderungen in der Praxis darstellen, zeigte anschließend ein Dortmunder Finanzierungsbeispiel: Dr. Matthias Stein-Gerlach von KyDo Therapeutics erläuterte, wie wissenschaftliche Exzellenz in ein investierbares Vorhaben übersetzt wird. KyDo entwickelt neuartige covalent-allosteric Inhibitoren für die Onkologie und hat dafür eine Seed-Finanzierung über 4,45 Mio. € u.a. mit VORNvc und KHAN abgeschlossen. Passend dazu ergänze Dr. Michael Hamacher (KHAN) die Investorensicht aus der Wirkstoffforschung: Was überzeugt in der Frühphase wirklich und welche Rolle spielen Translation, Umsetzbarkeit und aktive Unterstützung über Kapital hinaus? Gerade im Life-Sciences-Bereich wurde deutlich, wie eng Finanzierung und Umsetzungskompetenz zusammenspielen.

Im anschließenden Panel und der Q&A-Runde wurde es dann sehr konkret. Einige der Takeaways des Abends:

Nico Hemmann gibt Einblicke, was ein Pitchdeck beinhalten sollte
  • Skalierbarer Business Case und ein vollständiges Team schlagen „Vision-only“
  • Früh due-diligence-ready sein (Zahlen, Struktur, Unterlagen) und realistisch bleiben
  • Klarheit zu Cap Table / Rollen der Shareholder und eine nachvollziehbare Strategie inkl. Exit-Fenster helfen enorm
  • Typische No-Gos: „Schönfärben“ des Status quo, unrealistische Bewertung, unübersichtliche Beteiligungsstrukturen

Zum Abschluss wechselte der Blick vom Investor:innen-Panel zurück in die Gründer:innenpraxis: Kathrin Zuther (Clara plant) berichtete von ihrem Weg zur Gründung eines digitalen, KI-basierten Tools für die Gemeinschaftsverpflegung und lieferte einen starken Praxisblick auf Mission, Problemverständnis und Umsetzung.

Netwerken beim 3rd Wednesday im BMZ

Danke an alle Speaker, Teilnehmenden und an unsere Sponsoren: Sparkasse Dortmund, TK, Gründerinnenzentrum der Wirtschaftsförderung Dortmund, DOKOM21 und Marx & Marx.

Ausblick: Der nächste 3rd Wednesday findet am 17. Juni im Zentrum für Produktionstechnologie Dortmund statt. Das Thema lautet „Von der Idee zur Marke“, statt. Jetzt anmelden! https://www.tzdo.de/veranstaltungen/113-3rd-wednesday-im-zfp/

Fotos: Sabrina Richmann

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